Interfraktioneller Antrag mit der ÖDP vom 20.07.2026
Die jüngste Hitzewelle hat wieder einmal gezeigt, dass eine nahezu schattenlose und hochgradig versiegelte Innenstadt keine Aufenthaltsqualität hat und durch die fortschreitende Aufheizung auch massive gesundheitliche Folgen für unsere Bürgerinnen und Bürger mit sich bringen kann.
Die Unterzeichner von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der ödp stellen daher folgenden Antrag:
- Die Verwaltung wird aufgefordert, in der Kaiserstraße die Bäume in der nächsten Pflanzperiode zu pflanzen, die vom Gewinner des Wettbewerbs für die Neugestaltung Kaiserstraße/Königsplatz hier zur Pflanzung vorgesehen sind.
- Entsprechende Fördermittel in Höhe von bis 80 % nach der bayerischen Förderinitiative “Klima wandel(t) Innenstadt” zur klimagerechten Innenentwicklung sind zu beantragen und abzurufen.
In den letzten Jahren wurden einige Bäume in der Kaiserstraße entfernt (z.B. vor dem Marktturm) und auf eine Neubepflanzung mit Hinweis auf die Neugestaltung der Kaiserstraße verzichtet.
Nachdem nicht absehbar ist, ob die Planungen zur Umgestaltung des Raumes Kaiserstraße/Königsplatz umgesetzt werden können, sollen zumindest die in der Planung vorgesehenen Baumpflanzungen an den Stellen umgesetzt werden, an denen dies ohne umfängliche Straßenbaumaßnahmen möglich ist.
Hierdurch kann sowohl die Aufheizung der Innenstadt wesentlich verlangsamt und durch die Verschattung, Wasserverdunstung und Sauerstofferzeugung sowie Feinstaubfilterung ein wesentlich angenehmeres Mikroklima geschaffen und somit auch ein Teil des Hitzeschutzaktionsplanes zum Schutz vulnerabler Gruppen, wie Ältere und Kranke, umgesetzt werden. Durch die gezielte Führung von Oberflächenwasser bei Regenereignissen zu den Wurzelbereichen wird zudem die Kanalisation entlastet und das Prinzip der Schwammstadt berücksichtigt.
Die technische Umsetzbarkeit ist unter Beachtung der Möglichkeiten des Regelwerkes, wie des DVGW-Merkblattes GW 125, gegeben.
Finanziert werden kann die Maßnahme zu 80 % über das Förderprogramm „Klima wandel(t) Innenstadt“, durch welches Städte bei Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung u.a. bei der Errichtung von blauer und grüner Infrastruktur mit Mitteln der Städtebauförderung unterstützt werden. Wir bitten unsere Stadtratskolleginnen und -kollegen um Unterstützung für diese Maßnahmen zur Verbesserung einer lebenswerten Innenstadt.
gez.
Klaus Sanzenbacher, Umweltreferent
Martin Günzel, ÖDP