Mit Blick auf die Stichwahl am 22. März hat sich der Vorstand des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen intensiv mit der politischen Ausgangslage auseinandergesetzt und ausführliche Gespräche mit den beiden Kitzinger OB-Kandidaten geführt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, mit wem sich zentrale Zukunftsthemen der Stadt am besten voranbringen lassen.
Co-Ortssprecherin Dr. Martina Schuh: „Wir sehen mit beiden Kandidaten Schnittmengen und die Möglichkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit. Mit Dr. Enis Tiz als Stadtoberhaupt wäre ein Wandel möglich. Er macht jungen Menschen Lust auf Politik, betont das Miteinander und könnte frischen Wind in die Verwaltung bringen. Aber auch mit Stefan Güntner sehen wir gute Möglichkeiten, unsere Grünen Themen in den kommenden Jahren voranzubringen. Im Hinblick auf die Kassenlage und den Verwaltungsapparat dürfen wir die Erwartungen nicht zu hoch stecken. Der Stadtrat wird Prioritäten setzen müssen.“
Egal wie die Stichwahl ausgeht: Die Grünen wünschen sich ein Aufeinander zugehen und konstruktive Sachpolitik. Ganz wichtig ist uns, die Menschen mitzunehmen und transparenter zu kommunizieren.
Die Wähler und Wählerinnen dürfen jetzt entscheiden, welchem der beiden Kandidaten sie die Verantwortung für unsere Stadt übertragen möchten. Co-Sprecherin Jutta Reck: „Wir sehen mit beiden die Möglichkeit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und setzen auf die Zusammenarbeit aller demokratischen Parteien. Auf Koalitionsaussagen möchten wir uns nicht festlegen.“
Diffamierungen und persönliche Angriffe im Wahlkampf lehnen die Grünen ausdrücklich ab. Im Vordergrund stehen sollten persönliche Kompetenz und das, was die Kandidaten konkret anders machen wollen, denn Veränderung tut Not in Kitzingen.
Die Entscheidung, neutral zu bleiben, ist nach intensiven Beratungen des OV Vorstands in den vergangenen Tagen getroffen worden. Unterschiedliche persönliche Einschätzungen zur Stichwahl gehören in einer demokratischen Partei dazu. Einzelne Mitglieder haben daher auch persönliche Wahlempfehlungen abgegeben, die jedoch nicht die Haltung der Kitzinger Grünen widerspiegeln.