Haushalt 2026 – Kitzingen muss sparen!

Umbau Kaiserstraße & Königsplatz wird verschoben

Die Stadt hat sich durch den Bau einiger weniger Großprojekte mit ausufernden Kosten leider finanziell verhoben. Wegen der klammen Kassenlage wurde in der letzten Stadtratssitzung intensiv um Einsparmöglichkeiten im Haushalt 2026 gerungen.

Verschiedene Einsparvorschläge von Grünen und SPD wurden abgelehnt oder auf eine der kommenden Stadtratssitzungen vertagt, u.a. Sickerpark und Schließen der Anlegestelle für Hotelschiffe.

Im Endeffekt stimmte eine Mehrheit schließlich dafür, das Großprojekt „Umbau der Kaiserstraße & Königsplatz“ erst einmal in den Finanzplanungsrest zu verschieben. Wir halten das unter den gegebenen Umständen für richtig.

Darum finden wir es richtig, den Umbau von Kaiserstraße und Königsplatz zu verschieben

Die Stadt kann es sich nicht leisten

Eine Umsetzung der Kaiserstraße parallel zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes – sowie weiteren vom Stadtrat beschlossenen kleineren Maßnahmen – hätten wir uns schlicht nicht leisten können. Es hätte zur Folge, dass die Verschuldung der Stadt von 24 Mio € (Ende 2026) bis 2029 auf 40 Mio € angestiegen wäre! Wir wären damit als Stadt handlungsunfähig geworden.

Erst die Wärmeplanung, dann der Stadtumbau

Die Verwaltung kann nun in Ruhe die Wärmeplanung vorbereiten und die Einführung des Nahwärmenetzes planen. Es ist sehr sinnvoll, den Umbau der Kaiserstraße erst dann anzugehen, wenn die Wärmeplanung und auch die Detailplanung mit den einzelnen Hausanschlüssen steht! Ansonsten müssten die neuen Wege gleich wieder aufgerissen werden – für die Heizungsrohre sowie für jeden Hausanschluss. Auch ist zu klären, wer die Kosten für den Aufbau des Wärmenetzes (die aktuelle Schätzung liegt nach Abzug der In Aussicht gestellten Fördermittel bei 50 Mio €) trägt.

Großprojekte zusammen denken

Zu berücksichtigen ist auch, dass irgendwann die Alte Mainbrücke saniert wird und für einige Zeit nicht mehr nutzbar sein wird. Dann helfen auch die neuen Parkplätze am Bleichwasen für die Umbauphase der Kaiserstraße nichts, da man in der Sanierungszeit nur über die Nordbrücke oder die neue Mainbrücke in die Stadt kommt. Es wäre also nicht sehr geschickt, das parallel zu machen.

Die Sorgen der Einzelhändler*innen ernst nehmen

Während des Umbaus der Kaiserstraße sollte die Erreichbarkeit der Innenstadt gewährleistet sei, sei es durch das Ausweisen von Ausweichparkplätzen, mehr Kurzzeitparkplätze, Brötchentaste, Einrichtung eines Shuttlebus oder – wie von uns schon lange gefordert – einen E-Stadtbus, der die Stadtteile mit der Innenstadt verbindet.  Hier braucht es ein „Baustellen–Konzept“ BEVOR man die Straßen aufreißt.

Was bedeutet die Verschiebung der Sanierung der Kaiserstraße?

Der Beschluss bedeutet nicht, dass sich das Projekt für immer erledigt hat. Die Planung ist für dieses Jahr bereits beauftragt, ein Baubeginn war für 2026 ohnehin noch nicht vorgesehen. Der neu gewählte Stadtrat kann jederzeit entscheiden, dass das Vorhaben ab 2027 doch noch umgesetzt wird. Es bleibt abzuwarten.