30% Sozialwohnungen bei Geschoss-Wohnungsbau

Baustelle für Geschosswohnungen
Baustelle für Geschosswohnungen

Antrag vom 02.03.2021

Der Antrag stand auf der Tagesordnung für die Stadtratssitzung am 20. Mai 2021, wurde dort jedoch nicht behandelt, da er mit unserem Einverständnis zunächst der Beirat für Stadtentwicklung darüber beraten soll.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellt folgenden Antrag:

In der Bauordnung der Stadt Kitzingen wird folgender Zusatz aufgenommen: In allen Bebauungsplänen für Geschosswohnungsbau mit mindestens 25 Wohneinheiten wird künftig eine 30-Prozent-Quote für staatlich geförderte Sozialwohnungen festgeschrieben.

Begründung:

Auf dem Wohnungsmarkt übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Dies betrifft alle Preissegmente, ganz besonders jedoch preisgünstige und einkommensorientiert geförderte Mietwohnungen. Es ist deswegen dringend notwendig, in Kitzingen bezahlbare Wohnungen für Familien mit geringem Einkommen zu schaffen. Mit einer festgeschriebenen Quote würde die Stadt Kitzingen ein deutliches Zeichen setzen. Andere Städte haben mit solchen Quoten bereits gute Erfahrungen gemacht.

Für private Investoren liegen die Vorteile von staatlich gefördertem Wohnungsbau in einem geringen Vermietungsrisiko und nachhaltig gesicherten Mieteinnahmen. Eine niedrige Mieterfluktuation gibt dem Investor Sicherheit und Kalkulierbarkeit. Daher müssen künftig auch beim Bau von Mietwohnungen durch private Investoren mindestens 30 Prozent der Wohnungen staatlich gefördert sein.


Kreisrätin Christa Büttner
Christa Büttner

Stadträtin Christa Büttner regte bereits bei der Stadtratssitzung am 10.12.2020 an, dass bei zukünftigen Geschosswohnungsbauten davon 30% als Sozialwohnungen zu berücksichtigen sind.

In der Bauordnung der Stadt Kitzingen ist der prozentuale Anteil an Sozialwohnungen bei Geschosswohnungsbau bislang noch nicht geregelt. In einer für 2021 geplanten Sondersitzung zum Thema Wohnungsbau soll der Vorschlag von Stadträtin Büttner diskutiert werden. Bündnis 90/Die GRÜNEN streben an, dass dieser Zusatz in die Bauordnung aufgenommen wird.

“Der Zusatz, bei allen Geschossbauten fortan 30% als Sozialwohnungen auszuweisen, kann die Situation auf dem Kitzinger Wohnungsmarkt verbessern und einer Ghetto-Bildung entgegenwirken.”

Stadträtin Christa Büttner