Eva Trapp

  • Vorstandssprecherin des Ortsverbandes der GRÜNEN Kitzingen
  • Dipl. – Medienwissenschaftlerin und Online Marketing Managerin
  • Norddeutsche Wahl-Kitzingerin, wohne im Hammerstiel
  • Jahrgang 1967
  • glücklich verheiratet und Mutter eines Teenagers

Was mir wichtig ist

Ich bin bei den GRÜNEN, weil ich aktiv daran mitarbeiten will, dass in der Kommune der Klimaschutz oberste Priorität hat. Wir brauchen wirksame Anpassungsstrategien an den Klimawandel! Die größte Sorge bereitet mir das Thema Wasserknappheit und Trinkwasserversorgung.

Auch die Entwicklung der lokalen Wirtschaft liegt mir am Herzen. Wie können wir die Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit unterstützen? Was können wir für den lokalen Handel tun, um die Gefahr einer aussterbenden Innenstadt abzuwehren? Wie können wir den lokalen Handel digital besser aufstellen?

Ich will, dass Kitzingen lebens- und liebenswert bleibt. Mit einem lebendigen Ortskern. Dazu braucht es ein attraktives Einzelhandelsangebot in der Innenstadt. Die Kitzinger Einzelhandelsstrategie von 2012 basiert auf Daten von 2010 und streift z.B. die Herausforderungen durch den e-Commerce nur ganz am Rand. Machen wir unsere Innenstadt fit für die Zukunft!

Die Stadt Kitzingen darf nicht weiterhin “Ausverkauf” betreiben: Bahnhof verkauft, Steigerwaldbahn entwidmet, Museum geschlossen… Und wieso eigentlich gibt es in Kitzingen noch immer keine Kulturförderrichtlinien?

Erreichbarkeit der Innenstadt: Kein weiterer Rückbau von Parkplätzen, bevor eine gute innerstädtische ÖPNV-Anbindung gegeben ist. Radwege ausbauen und sichere Fahrrad-Abstellplätze schaffen!

Die Stadt konsequent „von innen nach außen“ entwickeln: Wir brauchen keine weiteren Einkaufszentren vor den Toren der Stadt, die der Innenstadt schaden. Vielmehr brauchen wir ein Leerstands-Kataster, in dem bestehende und soweit möglich auch zukünftige Leerstände erfasst werden. So kann man agieren, statt zu spät zu reagieren.

Ein Leerstandskataster wird auch hilfreich sein für einen weiteren Brennpunkt der Lokalpolitik: Den Wohnungsmarkt! Im hochpreisigen Segment hat Kitzingen in den letzten beiden Jahren enorm aufgeholt. Es werden auch 59 Sozialwohnungen gebaut – doch man ist sich einig, dass dies viel zu wenig ist. Und Wohnungen für den Mittelstand? Fehlanzeige.

Deswegen brauchen wir Konzepte für bezahlbaren Wohnraum – für junge Familien und alte Menschen. Wir müssen bei unseren Planungen auch den steigenden Bedarf an Single-Haushalten und barrierefreiem Wohnraum berücksichtigen. Denken wir „out of the box“ und setzen auf Mehr-Generationen-Häuser, betreutes Wohnen und kleine, flexible Tiny-Häuser, um Baulücken zu schließen. Neuen Baugebieten müssen wir Öko-Konten gegenüberstellen. Am besten bauen wir gleich ökologisch – förderungsfähige Energie Plus-Häuser mit PV-Anlagen oder Dachbegrünung.

“Der rasanten Entwicklung aussterbender Innenstädte begegnen wir nur mit einem konsequenten Leerstandsmanagement und Förderung moderner Handelsformen. Nutzen wir alle Möglichkeiten der Digitalisierung!”

Eva Trapp